Manchmal reicht Mögen
Entdeckt hab ich Jobi Riccio über Umwege: bei ihrem letzten Album gab es eine Zusammenarbeit mit einem Roller Derby Team – und wer eine Tochter hat, die diesen wunderbaren, krawalligen Sport liebt und betreibt, hört da automatisch hin. Mit „Face The Feeling“, ihrem zweiten Album auf Yep Roc Records, hat die Colorado/Nashville-Songwriterin und John-Prine-Fellowship-Preisträgerin nun nichts mehr mit Roller Derby zu tun – dafür aber ziemlich viel mit dem mutigen Blick nach innen. Riccio erweitert ihr Folk-Americana-Fundament um elektrische Indie-Rock-Energie, und Songs wie „Buzzkill“ oder „Wildfire Season“ zeigen eine Künstlerin, die aufgehört hat wegzulaufen.

