Das Folk-Supertrio liefert endlich sein zweites Album
Sieben Jahre nach ihrem Debüt ist endlich das zweite Album von I’m With Her da – und es war die Wartezeit wert. Sarah Jarosz, Aoife O’Donovan und Sara Watkins haben in der Zwischenzeit jede Menge Konzerte gespielt, sind gemeinsam gereist, haben ihre Stimmen noch enger miteinander verwoben. Das hört man. Wo das Debüt noch zurückhaltend und intim klang, hat „Wild and Clear and Blue“ eine Dringlichkeit und Präsenz, die beeindruckt. Produzent Josh Kaufman (Bonny Light Horseman) versteht es, den drei Musikerinnen Raum zu geben, ohne sie einzuengen. Die Arrangements sind elaborierter als beim Vorgänger, aber nie überladen: Fiddle, Cello, Mandoline, Banjo, Wurlitzer – alles fügt sich organisch zusammen. Der Opener „Ancient Light“ setzt sofort den Ton: ein Song über die Verbindung zu unseren Vorfahren, getragen von einem ungewöhnlichen Sieben-Viertel-Takt, der sich wie selbstverständlich anfühlt. Der Titelsong ist eine Hommage an Nanci Griffith und John Prine, Vorbilder für alle drei.

