Kann man zu dick auftragen? Diese Band sagt: Nein!
Keine zwei Jahre nach ihrem gefeierten Debüt legen The Last Dinner Party nach – und packen noch eine Schippe drauf. Ihre Liebe zu Queen ist unüberhörbar (und die waren ja auch nicht für Understatement bekannt). Musikalisch bewegt sich das Quintett zwischen barockem Pop und glitzerndem Glam-Rock, theatralisch bis zum Anschlag. Songs wie „The Scythe“ oder „Woman Is A Tree“ sind große Gesten, Kate-Bush-Verehrung mit Gothic-Attitüde. Doch nach dem Überraschungs-Coup des Debüts muss sich die Band jetzt in ihrem Sound beweisen, manches wirkt eher wie Wiederholung mit mehr Drama statt echter Weiterentwicklung. Trotzdem: verdammt gut gemacht.

