Viel Tweedy. Seeehr viel Tweedy.
30 Songs auf drei CDs – das muss man erstmal verdauen. Jeff Tweedy hat in den letzten Jahren ordentlich Material angesammelt und schüttet es jetzt über uns aus. Das Problem: Vieles wirkt eher wie Skizzen, Demoversionen, Dinge, die man normalerweise der Band gibt, bevor man ins Studio geht. Der dezente, fast intime Sound passt zwar wunderbar in den Herbst, und ja, die Qualität ist grundsätzlich da – Tweedy beherrscht einfach Songwriting. Aber bei aller Wertschätzung: 10 bis maximal 14 dieser Songs wären ein grandioses Album gewesen. So ist „Twilight Override“ eher was für beinharte Fans oder Archivare. Alle anderen sollten sich ihre eigene Best-of zusammenstellen.

