Der warme Sound Bayerns
Dreiviertelblut mischen auf ihrem fünften Album bayerischen Dialekt, Jazz-Improvisationen, Balkan-Fetzer und Kinderlied-Anleihen zu einem Sound, den die Süddeutsche als „Lieder zwischen Himmel und Hölle“ beschreibt. Ein bisschen wie leiser gewordene Haindling mit Gedanken über Tod und Vergänglichkeit. Die Texte haben manchmal etwas Kalenderblatt-Haftes, leben aber enorm vom warmen, kruden Humor und der Poesie der bayerischen Sprache. Sänger Sebastian Horn (früher Bananafishbones) und Filmkomponist Gerd Baumann erzählen von Liebe, Schmerz und der Reise zum Mond – und stoßen dabei auf die Ewigkeit an. Wer bayerische Musik jenseits von Lederhosen-Klischees sucht, wird hier fündig.

