Cinematic Soul zum Reinkuscheln
Manchmal braucht es keine großen Offenbarungen, sondern einfach nur einen verdammt guten Lieblingspulli, in den man sich einwickeln kann. Jonathan Jeremiahs sechstes Album ist genau das: Warm, tröstend, behäbig im positivsten Sinne. Zwischen Somerset und Amsterdam aufgenommen, verarbeitet der britische Singer-Songwriter den Tod seines Vaters mit orchestralen Arrangements, die an französische Chansons, 60s-Filmmusik und Laurel Canyon Folk erinnern. Seine Baritonstimme trägt, Streicher umschmeicheln, Chöre heben sanft an. Gast Till Brönner spielt ein wunderbares First-Take-Solo im Titeltrack! In „There’s No Stopping Me“ steckt echte Suche, kein Pathos. Das hier ist kein Album, das laut sein will – aber es hallt nach.

