Roots-Musik, die ins Mark geht
Jon Batiste macht auf „Big Money“ alles richtig: Der Grammy-Gewinner hat neun Songs in nur zwei Wochen aufgenommen, meist in einem Take – und genau diese Spontanität macht den Unterschied. Blues, Gospel, Soul und Reggae fließen hier so organisch ineinander, dass man gar nicht merkt, wie clever das alles gemacht ist. Mit Andra Day schmachtet er wie Al Green, mit Randy Newman spielt “Lonely Avenue” am Klavier, und zwischendrin gibt’s Gesellschaftskritik, die trotzdem zum Tanzen einlädt. Authentischer geht amerikanische Roots-Musik kaum. Batiste zeigt hier, dass große Kunst nicht perfekt geschliffen sein muss – sie muss nur echt sein.

