Die britische Blues-Seele singt sich frei
Elles Bailey, die britische Sängerin mit der rauchig-warmen Stimme, hat mit „Can’t Take Away My Story“ ein Album geschaffen, das hörbar macht, dass Blues eben nicht nur Traurigkeit, sondern auch Heilung ist. Nach persönlichen Schicksalsschlägen – der Verlust ihrer Mutter und eine Brustkrebsdiagnose – hätte man ein düsteres, schwermütiges Werk erwarten können. Stattdessen klingt dieses Album überraschend lebensbejahend, kraftvoll und voller Soul. Bailey bewegt sich souverän zwischen klassischem Blues, Gospel-getriebenen Balladen und souliger Leichtigkeit. Der Opener „Bad Habit“ zeigt sofort, wohin die Reise geht: geschmeidige Grooves, präsente Bläser und eine Stimme, die mühelos zwischen zärtlich und durchsetzungsstark wechselt. Es blitzen Little-Feat-artige Grooves auf, die dem Album eine entspannte Sommerfrische verleihen. Songs wie „Queen of Hearts“ oder „Freedom“ verbinden Blues-Rock-Attitüde mit Gospel-Einflüssen, während „Worth The Wait“ zeigt, dass Bailey auch die leisen Töne beherrscht – eine Ballade, die direkt ins Herz geht. Was dieses Album besonders macht: Bailey nutzt ihre Musik nicht zur Selbsttherapie im stillen Kämmerlein, sondern lädt uns alle ein, Teil ihrer Geschichte zu werden. Produziert wurde das Album in den legendären FAME Studios in Muscle Shoals, Alabama – einem Ort, der Soul- und Blues-Geschichte atmet. Diese Atmosphäre durchzieht jede Note: authentisch, erdverbunden, ohne Schnörkel. Elles Bailey hat eine Platte gemacht, die gleichermaßen zum Tanzen wie zum Nachdenken einlädt und die ein Beweis dafür ist, dass man aus Dunkelheit Licht machen kann.
PS: Elles Bailey spielt am 22.02.2026 im Hirsch, Nürnberg – perfekte Gelegenheit, diese kraftvolle Stimme live zu erleben!

