Die britische Songwriterin verarbeitet den Verlust ihres Mannes mit stiller, kraftvoller Schönheit
Es gibt Musik, die muss einfach raus. Bei Lucy Kitchens drittem Album ist es genau so. Nach dem Tod ihres Mannes Stephen griff die britische Songwriterin zunächst nicht zur Gitarre, sondern schrieb kleine Gedichte – Momente, eingefangen gegen das Vergessen. Daraus wurden elf Songs, die zwischen Folk, Americana und dem Geist der Siebziger-Singer-Songwriter-Ära pendeln: „Winter King“, das melancholische Eröffnungsstück, setzt den Ton, „Chemo Song“ bricht einem fast das Herz, „Sunny Days“ lässt dann doch Licht rein. Kitchens Stimme trägt alles: warm, verletzlich, nie sentimental. Ein kleines, feines Album, das bleibt.

